Samstag, 1. März 2025

Spuren...

 ... hinterlassen hat die Zeit
im Frauenwohneim
 auf jeden Fall in mir.

Gestern sind mir gegen 20 Uhr abends die Augen zugefallen - vor meiner geliebten Schnuddelkiste ( = PC). Das ist mir schon die ganze Woche passiert. 
  Doch erst gestern fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: ich hab' ein Burnout. Ich bin ausgebrannt, kaputt und brauche eine Auszeit.

Sicher, die Renovierung ist in vollem Gange, aber da kann ich nur ehrlich sagen: ich kann da eh nicht groß helfen. Zum einen kenne ich mich gar nicht aus, zum anderen schaffe ich diese Arbeiten körperlich nicht. Nicht, das ich die totale Flachlatte bin, aber Hüfte und so - erinnerst du dich? 😜

Ich spüre, das mir einfach ruhiger Schlaf fehlt. Den hatte ich seit der Wohnungslosigkeit nicht mehr. Okay, eigentlich hatte ich den nie, denn ich kenne das gar nicht - so von wegen "acht Stunden durchschlafen"... hab' ich meinem ganzen Leben noch nie, nicht mal als Kind. Ich war schon immer ständig wach und so. Aber die innere Unruhe, die Angst, die Hoffnungslosigkeit, die Depression - das hat es mir nicht gerade leichter gemacht in den letzten Monaten, wenigstens ein wenig zur Ruhe zu kommen und auch meinem Körper die nötige Pause zu gönnen.

  Jetzt, da die dritte Woche in Taunusstein angebrochen ist, merke ich deutlich und immer heftiger, das ich einfach nur ausruhen will und muss. Mein Körper ist kaputt, meine Seele ausgebrannt.
  Sicher, ich sollte glücklich sein - und glaub' mir, das bin ich! Immer, wenn ich in meine neue Wohnung komme; immer dann, wenn Opi mir Fotos von seinen Renovierungsfortschritten schickt; immer dann, wenn ich allein nur daran denke, das ich endlich, endlich, nach all der Zeit ein neues Zuhause haben werde!

In all der Zeit im Frauenwohnheim habe ich zwei Mal weinen müssen: das erste Mal, als die Kerze für Alina angezündet wurde. Das zweite Mal mitten in der Nacht, schlaflos, vor Hoffnungslosigkeit.
Mittlerweile kommen mir ständig die Tränen. Manchmal sitze ich einfach hier, ich sitze zwei Stunden (oder auch drei), und weine. Ich frage mich selber, warum. Ich kann es dir nicht erklären. Ich weiß nur, das ich zerbrochen bin. 
Püppchen kaputt.

Es wird seine Weile brauchen, bis ich wieder vervollständigt bin. Innerlich. Wieder zu mir selber finde. Und bis dahin gehe ich meinen Weg so, wie ich es brauche. Ohne Disziplinierung, ohne Vorschriften, ohne Angst. Mit Ruhe.

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